Elektrolyte
Der Lebenslauf eines "chemisch Nickel-Elektrolyten" in der Lohngalvanik
Abhängig von der Auftragslage, nicht von Gefühlen oder Jahreszeiten wird der Elektrolyt angesetzt (geboren).
Nach der Einarbeitungsphase (Kindheit, Pubertät) erreicht der Elektrolyt seine ganze Schaffenskraft über den längsten Zeitraum (ca. 5 mto) seines endlichen Lebens. Während seines Lebens (Arbeitsleben) will der Elektrolyt, soll er ständig Hochleistungen bringen, dass man sich laufend um ihn kümmert, Temperatur misst, gleichmäßig und leistungsentsprechend füttert, seinen pH-Wert kontrolliert und korrigiert. Vermisst er diese Pflege oder erfährt sie nur ab und zu, neigt auch er zu willkürlichen, ungesetzlichen Aktivitäten. Er muss wieder eingefangen und neu eingestellt werden.
Nach dem 5. - 6. mto lässt seine hervorstechende Qualität, Schichten mit Druckeigenspannungen abzuscheiden, nach. Sein Innenleben reichert sich mit Abbauprodukten an, die Schnelligkeit lässt nach. Kurz, das Altern beginnt (Rente).
Anders als im richtigen Leben, wird der Elektrolyt nun vom gewissenhaften Galvaniseur aus dem Verkehr gezogen und ordnungsgemäß entsorgt (Tod).
Ein neues Leben beginnt.
Man könnte den Elektrolyten auch als Rentner weiterarbeiten lassen, doch dann nähme man schlechte Qualität in Kauf.